Detektion

 

(= D.) [engl. detection; lat. detegere aufdecken, enthüllen], [BIO, KOG, WA], in der Psychophysiologie und Wahrnehmungsps. die Anwesenheit eines Reizes (Reiz) bemerken oder feststellen, dass ein vorher definiertes Ereignis eingetreten ist. Die D.schwelle, ein Begriff der Signalentdeckungstheorie, unterscheidet sich von der absoluten Empfindungsschwelle (Reizschwelle) durch die Berücksichtigung eines Entscheidungsvorganges. Sie wird als der kleinste Energiebetrag definiert, auf den ein Informationssystem ansprechen kann, wenn der zu bemerkende Reiz vor einem «Null-Hintergrund» (zero background) geboten wird (Dember, 1966). Die Unterschieds- oder Differenz- oder relative Schwelle (Unterschiedsschwelle) wird in der Signaldetektionstheorie durch die Differenz-Detektionsschwelle ersetzt. In beiden Fällen handelt es sich jedoch um die Entdeckung min. Änderungen der Reizsituation. Nach gestaltpsychol. Auffassung sind solche Änderungen (Inhomogenitäten) Grenzen oder Konturen, ohne die nichts wahrgenommen wird. Ganzfeld, homogenes.

Referenzen und vertiefende Literatur

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