Detektor

 

(= D.) [engl. detector; lat. detegere entdecken], [BIO, WA], (1) Bez. für ein Neuron, das wegen der Eigenarten seines rezeptiven Feldes (rezeptives Feld) selektiv auf ein best. Reizmerkmal reagiert (Tuning-Kurve); z. B. «Fliegen-D.» in der Netzhaut des Frosches (reagiert nur auf kleine bewegte Punkte), Orientierungs-D. im visuellen Kortex von Katze, Affe usw. (einfache kortikale Zelle, die nur auf Streifen mit best. Orientierung reagiert). (2) hypothetische Einheit der perzeptiven Analyse, die selektiv auf best. Reizmerkmale reagiert (Filter); erschlossen aus best. psychophysischen (Psychophysik) Daten (Adaptation, selektive). (3) hypothetische Einheit in Merkmalsmodellen der Mustererkennung wie dem Pandämonium-Modell. Elektrophysiologische und psychophysische Untersuchungen führen meist zu gleichartigen Folgerungen hinsichtlich der Existenz versch. Arten von D.; die hypothetischen Einheiten in Modellen der Mustererkennung stellen Verallgemeinerungen der grundlegenden Befunde dar.

Referenzen und vertiefende Literatur

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