Deutscher Rechtschreibtest (für das erste und zweite Schuljahr; DERET 1-2+ / für das dritte und vierte Schuljahr; DERET 3-4+)

 

2008, C. Stock & W. Schneider, [www.testzentrale.de], [DIA, PÄD]. Bei der Entwicklung der beiden Verfahren wurde berücksichtigt, dass zur adäquaten Beurteilung der Rechtschreibleistungen von Grundschülern folg. Punkte erfüllt sein sollten: (1) Testinhalte sollten auf den Lehrplananforderungen aller 16 Bundesländer beruhen. (2) Es sollten Wörter enthalten sein, die ausschließlich aus dem Grundwortschatz stammen. (3) Wörterlisten der gängigsten Rechtschreiblehrbücher sollten einbezogen werden. (4) In der Normierungsstichprobe sollten Kinder aus allen dt. Bundesländern einbezogen werden. (5) Zur Sicherung der ökologischen Validität, zur Vermeidung des Kontexteinflusses durch bereits abgedruckte Wörter und zur Erhöhung der Schreibmotivation sollte der Test hauptsächlich aus Fließtexten bestehen. (6) Er sollte zur Diagnostik der Lese-Rechtschreib-Schwäche bzw. Legasthenie geeignet sein. Durch die beiden Verfahren können die orthografischen Fähigkeiten von Grundschulkindern vom Ende der 1. bis zum Beginn der 5. Klasse reliabel und valide beurteilt werden können. Darüber hinaus bieten die Verfahren die Möglichkeit, lehrplangemäße Fehleranalysen der Rechtschreibfehler vorzunehmen sowie die Fähigkeiten auf dem Gebiet der Zeichensetzung und der wörtlichen Rede (DERET 3-4+) zu beurteilen. Die DERETs setzen sich aus einer Kombination von zu diktierenden Fließtexten, die eine ökologisch valide Erfassung der Rechtschreibleistung der Grundschüler ermöglichen, und einem Lückentext zus., der gemeinsam mit dem Fließtext eine qual. Fehleranalyse erlaubt. Die Verfahren sind sowohl als Gruppen- als auch als Einzeltest in etwa 30 Min. durchführbar. Es liegen jew. echte Parallelformen vor. Insgesamt besteht der Fließtext für die erste Klassenstufe aus 29 Wörtern (zzgl. 6 Lückentextwörtern) und für die zweite Klassenstufe aus 52 Wörtern (zzgl. 12 Lückentextwörtern). Durch Auszählen der Fehler wird der Gesamtfehlerwert best. Zusätzlich kann durch die Erfassung der Häufigkeiten in versch. Fehlerarten ein Fehlerprofil erstellt werden, das Hinweise auf mögliche Problembereiche liefert. Normierung: Es liegen Prozentrangnormen und T-Wert-Normen für die Gesamtfehlerzahl und die spezif. Fehlerarten je Klassenstufe und Testform vor. Die Normierungsstichprobe bestand pro Klassenstufe aus über 2500 Kindern aus allen dt. Bundesländern. Bearbeitungsdauer: Die Verfahren sind sowohl als Gruppen- als auch als Einzeltest in etwa 30 Min. durchführbar.