Diagnostik-System für psychische Störungen nach ICD-10 und DSM-IV für Kinder und Jugendliche – II (DISYPS II)

 

2008, M. Döpfner, A. Görtz-Dorten, G. Lehmkuhl, D. Breuer und H. Goletz, [www.testzentrale.de], [DIA, KLI]. Anwendung: Psychoth. für Kinder und Jugendliche, Beratungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Pädiatrie, zur klin. Diagnostik psych. Störungen, Dokumentation, Therapieplanung und Verlaufskontrolle. Nachfolger des Diagnostik-System für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter nach ICD-10/DSM-IV. Das Diagnostik-System erfasst psych. Störungen bei Kindern und Jugendlichen entspr. den Diagnosekriterien von ICD-10 und DSM-5 (Klassifikation psychischer Störungen). Es umfasst die im Kindes- und Jugendalter wichtigsten Störungsbereiche: Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen, Störungen des Sozialverhaltens, Angststörungen, Depressive Störungen, Zwangsstörungen, Tiefgreifende Entwicklungsstörungen, Tic-Störungen, Störungen sozialer Funktionen, d. h. Bindungsstörungen und Mutismus. Dabei werden die drei Beurteilungsebenen (1) klin. Beurteilung, (2) Fremdbeurteilung (Eltern, Lehrer) und (3) Selbstbeurteilung miteinander kombiniert. Die klin. Beurteilung erfolgt anhand der Diagnose-Checklisten (DCL), die für alle acht Störungsbereiche vorliegen. Die Einschätzung durch Eltern, Lehrer oder Erzieher kann anhand von Fremdbeurteilungsbogen (FBB) vorgenommen werden, die für fünf Störungsbereiche entwickelt wurden. Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren können sich selbst anhand von Selbstbeurteilungsbogen (SBB) einschätzen, die für vier Störungsbereiche vorliegen. Die Instrumente des Diagnostik-Systems erleichtern die operationalisierte kategoriale Diagnostik nach ICD-10 und DSM-IV und ermöglichen eine differenzierte dimensionale Beschreibung psych. Auffälligkeiten i. R. einer multimodalen Verhaltens- und Psychodiagnostik.