Diagnostischer Rechtschreibtest für 1. bis 3. bzw. 4. bis 5. Klassen (DRT 1-3/4-5)

 

DRT 1/2/3, 2003, 4. Aufl., R. Müller; DRT 4/5, 2003, M. Grund, G. Haug und C. L. Naumann, [www.testzentrale.de], [DIA, PÄD]. DRT 1/2/3: AA Ende der 1., Anfang der 2. Klasse/Ende der 2., Anfang der 3. Klasse/Ende der 3., Anfang der 4. Klasse. Die drei Testformen gehören zu dem differenzierten System der Früherfassung und -behandlung von Lese-Rechtschreib-Störungen (Lese-Rechtschreibstörung). Neben einer quant. Auswertung ist auch die Bestimmung der Fehlerschwerpunkte (Fehleranalyse mithilfe eines Auswertungsbogens und Tab. mit den häufigsten Falschschreibungen). Als Gruppentests unterstützen sie Lehrkräfte der Grundschule, aber auch der Förderschule für Sprach- und Lernbehinderte bei der Beurteilung der Rechtschreibleistung einzelner Schüler und der ganzen Klasse. Auf Basis der Fehleranalyse und deren Erfolgskontrolle kann die Notwendigkeit schulischer Förderungsmaßnahmen abgeleitet werden. Für die 4. Aufl. wurden die Testhefte nach den Regeln der neuen Rechtschreibung umgestellt. Für die drei Tests liegen jew. Parallelformen vor. Im DRT 1 werden 6 Fehlerkategorien unterschieden. Die 30 Testwörter sind in zwei Geschichten integriert, die der Lehrer zu Anfang vorliest. Als Testwörter wurden nur einfache, lauttreue Wörter gewählt, sodass der Test auch am Ende der 1. Klasse den meisten Kindern keine Schwierigkeiten bereitet. Der DRT 1 ist auch in den dritten Klassen der Förderschulen für Lernbehinderte anwendbar. Der DRT 2 besteht aus einem Lückentext, in den nach Diktat 32 Wörter mit zunehmender Schwierigkeit eingefügt werden. In der Förderschule für Sprach- und Lernbehinderte kann der Test etwa in der 4. Klasse eingesetzt werden. Der DRT 3 besteht aus einem Lückentext, in den nach Diktat 44 Wörter mit zunehmender Schwierigkeit eingefügt werden. Der Test kann auch in der 5. Klasse der Förderschule für Sprach- und Lernbehinderte eingesetzt werden. DRT 4/5: AA Anfang bis Mitte der 4. Klasse Grundschule, ab 6. Klasse Förderschule bzw. Mitte der 5. Klasse. Die beiden Verfahren messen die Rechtschreibleistung eines Schülers/einer ganzen Klasse, und es können spezif. Fehlerschwerpunkte ermittelt werden, die als Grundlage für eine gezielte Förderung dienen. Die Fehleranalyse orientiert sich an den Lehrplänen: Lautunterscheidung, Lautnachbarschaften (st/sp, pf, qu), Dehnung/Doppelung, Ableitung (durch Verlängern, von der Grundform, vom Stamm ä und a), die Vorsilbe ver-, Groß- und Kleinschreibung. Auf diesen Grundlagen kann über Notwendigkeit und Art einer Förderung entschieden werden. Die Tests differenzieren sehr gut im unteren Leistungsbereich und sind damit für die Diagnose von Rechtschreibschwierigkeiten bes. geeignet. Es liegen jew. zwei Parallelformen gleicher Schwierigkeit vor. Bearbeitungsdauer: jew. 40 bis 45 Min.