Diamant-Modell

 

[engl. diamond model], [SOZ], eine Darstellung versch. Reaktionen auf sozialen Einfluss (Einfluss, sozialer) in Form eines auf die Spitze gestellten Quadrats; die Diagonalen bilden zwei Dimensionen ab. Dabei wird von drei Elementen ausgegangen: (1) ursprüngliche Position des Individuums (z. B. Entscheidung für Option A oder B); (2) Soziale Normen (z. B. Entscheidung einer anderen Person); (3) endgültige Position des Individuums (z. B. Beibehalten oder Ändern der ursprünglichen Entscheidung). Auf der vertikalen Dimension bildet Konformität einen Eckpunkt des Modells. Konformität ist eine vollst. Übereinstimmung zur sozialen Norm, ungeachtet der ursprünglichen Position. Den gegenüberliegenden Eckpunkt bildet Antikonformität als vollst. Opposition zur sozialen Norm. Auf der horizontalen Dimension bildet Unabhängigkeit einen weiteren Eckpunkt. Unabhängigkeit ist eine vollst. Übereinstimmung zur ursprünglichen Position, ungeachtet der sozialen Norm. Den gegenüberliegenden Eckpunkt bildet Variabilität als vollst. Opposition zur ursprünglichen Position. Die Diamantform ergibt sich daraus, dass der konzeptuelle Rahmen best. Kombinationen nicht zulässt: So kann z. B. hohe Unabhängigkeit nicht mit hoher Konformität gemeinsam auftreten.

Referenzen und vertiefende Literatur

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