Didaktik

 

(= D.) [engl. didactics; gr. διδάσκειν (didaskein) lehren], [PÄD], befasst sich mit Theorien der Lehrinhalte (Lehren) und des Unterrichtens (Unterricht). Gemeinsames Ziel der einzelnen didaktischen Ansätze ist es – bei unterschiedlicher Gewichtung –, das Gesamt der den Unterricht bedingenden Faktoren zu ermitteln und das zw. diesen Faktoren bestehende Interdependenzverhältnis zu berücksichtigen. Die bildungstheoret. D. (Klafki, 1964, 1967, 1971, 1973) legt den Schwerpunkt auf die Begründung und Auswahl der Bildungsinhalte, unter weitgehender Vernachlässigung der Fragen der Unterrichtsmethode; die kybernetische D. (v. Cube, 1971) befasst sich ausschließlich mit Fragen der Vermittlung vorgegebener Inhalte; die lernth. D. (Schulz, 1970) betont das Gleichgewicht und die Interdependenz aller am Unterricht beteiligten Faktoren und hebt zwei Bedingungsfelder (soziokult. und anthropogene Voraussetzungen des Unterrichts) und vier Entscheidungsfelder (Intentionen des Unterrichts, Wahl der Inhalte, Methoden und der Medien) innerhalb der Unterricht konstituierenden Faktoren heraus. Diese Ansätze stützen sich u. a. auf Theorien und Ergebnisse der Lernps. (Instruktionspsychologie) sowie der Entwicklungsps. Angebots-Nutzungs-Modell der Wirkfaktoren akademischer Leistungen, Bildungsforschung, Curriculum. Hochschuldidaktik, Lehr-Lern-Forschung, Lehr-Lern-Methoden, Lehr-Lern-Prozesse. Unterrichtseffektivität.

Referenzen und vertiefende Literatur

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