Differenzierung

 

(= D.) [engl. differentiation; lat. differentia Unterschied], (allg.) Unterscheidung, Abstufung. [KOG, WA], der Prozess und die Fähigkeit, wahrnehmungsmäßig/erkenntnismäßig/denkend versch. Bestandteile (Reize), (Ursache- und Wirk-)Faktoren sowie Strukturen der Gegenstandswelt zu unterscheiden und entspr. unterschiedlich (auf sie) zu reagieren bzw. zu handeln. Insofern ist D. der Komplementärbegriff zu Generalisation.

[PER], Beschreibung wesentlicher Aspekte der Individuation, im Ggs. etwa zu dem mit dem Begriff des Kollektiven Gemeinten.

[EW], Ausdruck für das allg. Prinzip aller Entwicklungsvorgänge, sowohl physischer als auch psych. Art, die stets vom Einfachen zum Ausgestalteten verlaufen und deshalb, soll die Einheit/Identität des sich entwickelnden Organismus nicht zerstört werden, des Gegenstücks/der Ergänzung durch die Prozesse der Integration und Zentrierung bedürfen.

[PÄD], Maßnahmen der Abstimmung von Bildungsinhalten, Unterrichtsmethoden und Organisationsformen sowohl auf die Fähigkeiten und Interessen der Lernenden/Schüler als auch auf die Mannigfaltigkeit gesellschaftlicher Anforderungen an Bildungs- und Ausbildungsniveaus (Qualifikationen). Dabei unterscheidet man die äußere D. (nach Schulzweigen, Klassen, Kursgruppen) von der inneren D. (nach Lehr-/Lerninhalten, Medien, Unterrichtsmethoden innerhalb von Klassen und sonstigen Lerngruppen). Äußere D. kann fächerübergreifend (streaming) oder fachspezifisch (setting) erfolgen und ist meist jahrgangsbezogen (horizontale D.), während die innere D. auch jahrgangsübergreifend (vertikale D.) sein kann. Alle diese Differenzierungsformen im päd. Bereich zielen letztlich auf die Erreichung indiv. Lernbedingungen.

Verwendete Literatur

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