Dimension

 

(= D.) [engl. dimension; lat. dimensio Ausdehnung], [DIA, FSE, PER], Kontinuum zw. zwei Polen, kontinuierliche Ausdehnungs- oder Messrichtung, auf der sich Objekte oder Aufgaben/Items unterscheiden.  Allg. spricht man von D. des Erlebens, des Verhaltens oder der Persönlichkeit. In letzterem Fall beschreibt eine D. interindiv. Unterschiede in einem Persönlichkeitsmerkmal, z. B. Introversion – Extraversion; Persönlichkeit, klassische faktorenanalytische Ansätze). D. wird i. d. R. syn. zu Faktor, latente Variable oder (quant.) Merkmal verwendet (z. B. Intelligenzfaktor, Persönlichkeitsmerkmal/-faktor). Die Dimensionalität eines Raums bestimmt, wie viele elementare Merkmalsd. notwendig sind, um eine Datenmenge angemessen zu modellieren. Die stat. Identifikation bedeutsamer D. wird z. B. genutzt, um Modelle kogn. oder emot. Strukturen oder von Verhaltens- und Persönlichkeitsstrukturen zu entwickeln oder zu prüfen. Insbes. die Faktorenanalyse (Klassische Testtheorie) und die Item-Response-Theorie, nehmen an, dass Merkmalsräume sich durch grundlegende D. beschreiben lassen. Sie ermöglichen es, empirisch bedeutsame D. zu identifizieren und den Zshg. manifest gemessener Indikatoren (Variable, manifeste) mit den D. zu analysieren. Die Annahme bzw. Sicherstellung der Eindimensionalität von Itemgruppen bildet die Grundlage psychometrischer Skalen. Diagnostik, dimensionale, Kompetenzmodelle, Testkonstruktion.

Referenzen und vertiefende Literatur

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