diploid, Diploidie

 

(= d., D.) [engl. diploid, diploidy; gr. διπλόος (diploos) doppelt], [BIO, PER], enthält eine Zelle zwei sich entspr. Chromosomensätze, wird sie als d. bez. Für jedes auszubildende Merkmal liegen also zwei Erbanlagen (Allele) vor, die versch. sein können; bei der Ausbildung der betreffenden Merkmale kann es dann zu dominant-rezessiven oder intermediären Erbgängen kommen. Die D. bietet die Möglichkeit, nicht ausgebildete Merkmale als rezessive Erbanlagen in einer Population «vorrätig» zu halten, die bei einer Änderung der Umweltanforderungen z. B. durch Rekombination (Genetik) sofort zum Einsatz kommen können. Eine d. Art ist also viel schneller zu neuen Anpassungen befähigt als ein haploider Organismus, der in einem solchen Fall erst auf entspr. zufällige Mutationen «warten» muss. Darüber hinaus können mithilfe der D. offenbar höhere Stoffwechselleistungen vollbracht werden; alle «höheren» Organismen (mehrzellige Tiere, Farne und Blütenpflanzen) besitzen d. Zellen.