displacement

 

(= d.) [engl.] Ablösung, [MD], basierend auf der Annahme, dass Individuen nur eine begrenzte Zeit für ihre Aktivitäten zur Verfügung steht, beschäftigt sich der d.-Ansatz mit der Frage, inwiefern die Nutzung von Medien dazu führt, dass andere Tätigkeiten verdrängt oder ersetzt werden (Brown et al., 1974; Neuman, 1991). Die Frage nach d.-Effekten ist insbes. relevant, wenn Mediennutzung dazu führt, dass wünschenswerte Aktivitäten wie Lesen oder soziale Kontakte eingeschränkt werden. Empirische Untersuchungen zeigen, dass simple Annahmen wie «Fernsehkonsum wirkt sich neg. auf die Lesekompetenz aus» nicht haltbar sind. Stattdessen moderieren weitere Variablen wie soziale Herkunft oder kult. Hintergrund diesen Zusammenhang (Larson & Verma, 1999). Bspw. zeigt sich, dass moderater Fernsehkonsum bei Kindern aus niedrigen sozialen Schichten zu besseren Lesefertigkeiten führt, da sie beim Fernsehen förderliche Anregungen bekommen. Lediglich erhöhter Fernsehkonsum wirkt sich neg. aus. Dieser d.-Effekt tritt bei Kindern aus höheren Schichten verstärkt auf, da Fernsehkonsum bei diesen Kindern in höherem Ausmaß förderliche Aktivitäten verdrängt. Medienpsychologie.

Referenzen und vertiefende Literatur

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