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(= d.) [engl.] Darstellungsregeln, [EM, SOZ], nach Ekman & Friesen (1969) modifizieren d. den Ausdruck von Emotionen in Abhängigkeit vom soziokulturellen Umfeld und dem situativen Kontext. Der emot. Ausdruck kann abgeschwächt, verstärkt oder durch andere Emotionen maskiert werden. Letzteres geschieht in Form des Maskierens neg. Emotionen durch Lächeln. Die kult. Sozialisation der d. beginnt bereits sehr früh in der ontogenetischen Entwicklung. 11 Monate alten Babys wurden interessante Spielsachen gezeigt und sie hörten gleichzeitig die Stimmen ihrer Mütter (Miyake et al., 1986). Die Stimmen der Mütter drückten eine der drei Emotionen Freude, Ärger oder Angst aus. Gemessen wurde die Latenz, bis die Babys sich den Spielsachen näherten. War die Stimme der Mutter freudig oder ängstlich, ergaben sich keine Unterschiede zw. den japanischen und US-amerikanischen Babys. Bei Ärger steigt die Latenz der japanischen Babys auf 48 s und ist damit deutlich länger als die der US-Babys, deren Latenz nur 18 s betrug. Erklärt wird das Ergebnis dadurch, dass der Ausdruck von Ärger ein seltenes Ereignis in Japan ist.

Referenzen und vertiefende Literatur

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