Distribution

 

(= D.) [engl. distribution; lat. distribuere verteilen], [AO, KOG], Spaltung, Verteiltsein, Verbreitetsein. Zur Prüfung der Verteilung der Aufmerksamkeit auf gleichzeitig einwirkende Reize (Reiz) und der davon abhängigen Willensäußerungen bedient man sich komplexer, den Reaktionsversuchen angepasster Apparate. Es sind z. B. hintereinander aufleuchtende Lampen zu zählen, gleichzeitig ist auf farbige Lichter zu reagieren und das Geräusch eines Motors zu beachten. So wird die Abhängigkeit der Reaktionen von Hand und Fuß geprüft, die Geschwindigkeit bei Greifbewegungen nach fallenden Gegenständen (z. B. Fallstab) untersucht und die Verteilung der Aufmerksamkeit auf mehrere nebeneinander auszuführende Befehle beobachtet. Serienhandlung, Mehrfachhandlung.

[WIR], D. bezeichnet der Verteilung der Produktionsmittel (ökonom. Verhältnis der Produzenten zu den Produktionsmitteln und den Bedingungen der Produktion).

[PHA], nachdem ein Medikament in die systemische Zirkulation gelangt ist, wird es mit dem Blutstrom im Körper verteilt. Diesen Vorgang nennt man D. oder Verteilung. Im Blut werden die viele Medikamente, so auch die meisten Psychopharmaka nicht frei, sondern an Proteine gebunden transportiert. Die Medikamente gelangen über den Blutstrom rasch in gut durchblutete Organe wie Leber, Niere, Herz oder Gehirn und mit Verzögerung in weniger gut durchblutete Organe wie Muskulatur, Haut oder Fettgewebe. Das Zielgewebe erreichen die meisten Medikamente über passive Diffusion. Der Übertritt in den Organismus und in Organe wie das Gehirn ist erschwert, wenn effektive Barrieren wie die Blut-Hirn-Schranke überwunden werden müssen. Sie schützen Organe vor dem Eindringen von Fremdstoffen v. a. durch die Ausstattung mit Effluxtransportern, wie z. B. P-Glykoprotein, die unter Verbrauch von Energie (Adenosintriphosphat, ATP) Fremdstoffe ausschleusen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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