Diversität in Teams und Organisationen

 

[engl. work group diversity; lat. divergere auseinanderstreben], [AO, SOZ], Diversität (= D.) in Teams (Arbeitsgruppe) und Organisationen nimmt in mehrfacher Hinsicht zu. Z. B. gibt es durch stärkere projektbezogene Arbeit zunehmend Teams mit Mitgliedern unterschiedlicher funktionaler Hintergründe; durch den wachsenden Anteil von Frauen in Führungspositionen gibt es zunehmend Managementteams mit beiden Geschlechtern und durch Internationalisierung und Globalisierung gibt es mehr ethnische D. Die Forschung über die Effekte der D. ist sehr uneinheitlich. Manchmal werden pos. Effekte berichtet (z. B. für die Teamleistung, Zufriedenheit der Mitglieder), manchmal finden sich gar keine Effekte, manchmal werden sogar neg. Effekte berichtet. Diese Uneindeutigkeit wird mit zwei konfligierenden Perspektiven erklärt. Zum einen besagt die Theorie der sozialen Informationsverarbeitung, dass heterogene Teams durch mehr Informationen und unterschiedliche Perspektiven besser sein sollten, v. a. bei der Problemlösung. Zum anderen sagt die Theorie der sozialen Identität, dass sich Mitglieder heterogener Teams weniger identifizieren und mehr Konflikte erleben. Die unterschiedlichen Vorhersagen werden durch das Konzept der Diversitätsüberzeugungen integriert. In der modernen Arbeitswelt geht es weniger darum, ob Teams divers sind oder nicht, sondern vielmehr darum, wie die Diversität gestaltet wird.

Verwendete Literatur

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