Dölle, Ernst August

 

(1898−1972), [HIS, WA, KOG, PHI], Dölle wurde in Gifhorn als Sohn einer Pfarrersfamilie geb. Er lehrte in Konstanz. Dölles schriftliches Werk ist vergleichsweise schmal geblieben und konzentriert sich auf philosophische Fragen und Untersuchungen zur akustischen Wahrnehmung. Wirklich bekannt wurde Dölle durch die postum erschienene Festschrift «Dichotomie und Duplizität» zu Ehren von D. mit sehr unterschiedlichen Beiträgen von Psychologen und Wissenschaftlern aus Nachbardisziplinen der Ps. (Herrmann, 1974). Dabei wurde die Festschrift von der Presse als «traurig stimmende Posse» abgetan (Spiegel 48/1972), andererseits wurden Herausgeber und Autoren mit dem Dölle-Preis geehrt. Nach Veröffentlichung der Festschrift setzten Recherchen zu Dölles Biografie und dessen vielseitigen, teils obskuren Untersuchungen ein. Zitationsanalysen allein schon des Namens Ernst August Dölle zeigen allerdings eine Begrenzung der Rezeptionsgeschichte auf den dt. Sprachbereich. Die wissenschaftsgeschichtliche Betrachtung von Biografie und Werk Dölles erlaubt heute nicht nur eine Einschätzung von Dölles Wesen und Wirkung, sondern vermittelt auch Eindrücke von den Werdegängen der Festschrift-Verfasser in den Psychol. Instituten der frühen Bundesrepublik.

Referenzen und vertiefende Literatur

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