Dogmatismus

 

(= D.) [engl. dogmatism; gr. δόγμα (dógma) (Lehr-)Meinung], [PER, SOZ], v. a. als Alternativkonzept zur autoritären Persönlichkeit von Rokeach (1960) entwickeltes Konzept zur Kennzeichnung der Strukturen indiv. Überzeugungen (Six, 2002; Überzeugungssystem, Glaubenssystem). Aufgebaut aus dem belief system einer Person, als dem Insgesamt der zu einer best. Zeit für wahr und richtig erachteten Überzeugungen, Erwartungen und Hypothesen ist ein derartiges System dann als «geschlossen» und damit als dogmatisch zu bez., wenn die Ablehnung gegen andere belief-Systeme sehr groß ist, die einzelnen beliefs voneinander isoliert sind und eine große Distanz zu all jenen Systemen aufrechterhalten wird, die mit dem eigenen System für nicht vereinbar gehalten werden. Die Operationalisierung des Konzepts mithilfe der D-Skala (Roghmann, 1966, Rokeach, 1960, Boden, 1975) hat zwar zu zahlreichen empirischen Arbeiten geführt, nennenswerte Arbeiten – im Vergleich zu den Studien zur autoritären Persönlichkeit – sind jedoch bislang nicht publiziert worden.

Referenzen und vertiefende Literatur

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