Drei-Phasen-Methode

 

(= D.) [engl. 3-phase-method], [GES, KLI], therap. Technik, welche zur Förderung von dyadischem Coping von Bodenmann (2012) entwickelt wurde. Mittels Sprecher- und Zuhörerregeln lernen die Partner in einem standardisierten Setting (45 Min. pro Partner in einer Rolle mit anschließendem Rollentausch, dyadisches Setting, in welchem sich die Partner vis-à-vis sitzen und der Therapeut die beiden Partner in ihren Rollen promptet) ihre Stressäußerung und das dyadische Coping zu verbessern. In der ersten Phase (30 Min.) berichtet der eine Partner in Anwendung der Sprecherregeln (konkrete Stresssituation, Herausarbeiten von Gefühlen und Kognitionen und Erkunden der Stressursachen) von einer Belastungssituation, welche er jüngst erlebt hat, die nicht in Zshg. zur Partnerschaft steht und die ihn weiterhin umtreibt (paarexterner Stress), während der andere Partner aktiv zuhört, zus.fasst und offen nachfragt (Zuhörerregeln). In der zweiten Phase (10 Min.) lädt der Therapeut oder Trainer den Zuhörer dazu ein, den Sprecher nun zu unterstützen (dyadisches Coping). In der dritten Phase (5 Min.) soll der Unterstützte dem Unterstützenden Rückmeldung geben, wie hilfreich und zufriedenstellend die Unterstützung war, resp. was man sich an Unterstützung weiter gewünscht hätte. Die Methode wird i. R. von Paarlife und der bewältigungsorientierten Paartherapie angewendet.

Verwendete Literatur

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