Drug Monitoring, therapeutisches

 

(= T.) [engl. drug Droge, monitoring Überwachung], [PHA], ist die Messung und Interpretation der Medikamentenkonzentrationen im Blut (syn. zu Plasma- oder Serumkonzentration, Plasmaspiegel oder Serumspiegel) oder anderen Körperflüssigkeiten zur Steuerung der medikamentösen Therapie. Die Wirkung eines Arzneimittels wird durch die Konzentration des Wirkstoffs am Wirkort bestimmt. Wenn die Konzentrationen am Wirkort nicht messbar sind und die Konzentration im Blut mit den Konzentrationen im Zielorgan korreliert, ist der Blutspiegel ein geeigneter Surrogatparameter (Surrogatkriterium), um optimale Wirkstoffkonzentrationen einzustellen. Die Blutprobe wird i. d. R. im Steady-State und zu Zeiten min. Wirkstoffkonzentrationen (Talspiegel) entnommen. Wann das Steady-State erreicht ist, kann aus der Eliminationshalbwertszeit eines Medikamentes abgelesen werden. Es ist zu über 90 % nach 4 Halbwertszeiten erreicht. Bei Einstellung des Blutspiegels auf den therap. Referenzbereich (meist therap. Fenster genannt) ist mit höchster Wahrscheinlichkeit mit Ansprechen bei guter Verträglichkeit des Medikamentes zu rechnen. Typ. Indikationen für T. sind Vermeidung von Intoxikationen (z. B. Lithium(-salze)), Verdacht auf Nichteinnahme der verordneten Medikamente (Überprüfung der Compliance), ungenügendes Ansprechen oder ausgeprägte Nebenwirkungen bei klin. üblicher Dosis, Verdacht auf Arzneimittelwechselwirkungen, Kombinationsbehandlung mit einem Medikament mit bekanntem pharmakokinetischem Interaktionspotenzial, Rezidiv unter Erhaltungsdosis, pharmakogenetische Besonderheiten, Risikopat. wie Kinder und Jugendliche oder Alterspat. über 65 Jahre.

Verwendete Literatur

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