Dürckheim, Karlfried von

 

(1896–1988), [HIS, PHI, KLI]. Karl Friedrich (Karlfried) Reichsgraf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin wurde als Sohn von Friedrich Graf Dürckheim in München geb. Nach dem Abitur 1914 nahm er als Freiwilliger am 1. Weltkrieg teil. Nach dem Krieg studierte Dürckheim Nationalökonomie, dann Philosophie und Ps. in München. 1923 promovierte er in Kiel und wurde 1927 Assistent bei Felix Krueger in Leipzig. 1930 folgte die Habilitation in Leipzig. 1931 wurde er auf eine Professur an der Päd. Akademie in Breslau berufen, 1932 zum Professor an der Hochschule für Lehrerbildung in Kiel ernannt. Im Auftrag des Reichserziehungsministeriums und als außenpolitischer Berater des Büro Ribbentrops unternahm er für Propagandaziele des NS-Regimes zahlreiche Auslandsreisen. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er nach Japan geschickt, wo er bis 1945 blieb. Nach kurzer Internierung kehrte er nach Dt. zurück und begründete 1948 mit Maria Hippius­ in Todtmoos-Rütte eine Existential-psychol. Bildungs- und Begegnungsstätte. Karlfried Dürckheim war in seinem Denken und seinem späteren psychoth. Handeln maßgeblich durch die Struktur- und Ganzheitspsychologie und die Tiefenpsychologie beeinflusst. Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen wurde bei Dürckheim mit seinen zen-buddhistischen Erfahrungen in Japan zu einem eigenständigen Psychoth.-Konzept der Initiatischen Therapie weiterentwickelt. Die Ps. kann nach Dürckheim dem Menschen in seiner Ganzheit nur dann gerecht werden, wenn sie den Menschen in der von ihm belebten Welt erforscht.

Referenzen und vertiefende Literatur

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