egozentrische Lokalisation

 

(= e. L.) [engl. egocentric localization; lat. ego Ich, gr. κέντρoν (kentron) Mittelpunkt], G.E. Müller, 1911, [KOG], die Abhängigkeit der augenblicklichen Lokalisation der Vorstellung eines früher wahrgenommenen Objekts von der gegenwärtigen Stellung der Person. Bestimmend sind die drei e. Bezugssysteme, die mit der anschaulichen Körperlichkeit des Menschen gegeben sind. Es ist das Vorne und Hinten, Links und Rechts, Oben und Unten mit seinem bes. Ursprung im anschaulichen Ich. Wesentlich ist, auf welchen Teil des Körpers das erinnerte Objekt festgelegt ist. So wandert z. B. eine vorgestellte Zahlenreihe in dem Moment nach oben, wo sich die Vp vom Stuhl erhebt. Eine wichtige Rolle spielt die Plastizität der Vorstellung. Erscheint das Objekt ohne frühere Umgebung und im früheren Abstand, so liegt eine konservative e. L. vor. Von einer habituellen ist die Rede, wenn es in der e. L. erscheint, in der es am häufigsten gesehen wurde.

Verwendete Literatur

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