Eigenzeit

 

[engl. eigentime], [KOG, PER], Terminus aus der personalistischen Ps. von W. Stern. Die personale Zeit ist nicht – wie die physikal. – eindimensional, d. h., sie lässt sich nicht allein durch «Dauer» charakterisieren, sie zeigt vielmehr Mehrdimensionalität in dem Tatbestand, dass bei gleicher Zeitdauer versch. Zeitgestalten (Rhythmen, Melodien usw.) möglich sind.

Die Breitendimension der personalen Zeit, die diesen Phänomenen zugrunde liegt, ist die Gleichzeitigkeit (Synchronizität bei Jung). Die personale Zeit weist eine Mitte auf, die Gegenwart, der mit der Dauer eine stete Bewegung nach vorn gegeben ist, wobei sie aber ständig konkrete Gehalte (Erlebnisse) hinter sich zurücklässt. Damit sind Zukunft (werdende Gegenwärtigkeit, «Entwicklung») und Vergangenheit (gewesene Gegenwärtigkeit, «Geschichte») zus. mit der akt. Gegenwart die Bestimmungsstücke der unteilbaren Einheit des personalen Lebensablaufs. Zeitwahrnehmung, Zukunftserleben.

Verwendete Literatur

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