Eindruck, erster

 

[engl. first impression, primacy effect], [DIA, SOZ], Forschungen zur Personenwahrnehmung zeigen, dass man sich sehr schnell einen ersten Eindruck über eine andere Person bildet. So wird z. B. die Vertrauenswürdigkeit einer Person anhand der kurzzeitigen Darbietung ihres Gesichts recht reliabel (Reliabilität) bewertet und korreliert hoch mit späteren Bewertungen, die nach längerer Bekanntschaft mit der Person gemacht werden (Todorov et al., 2009). Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Informationen über eine andere Person je nach Reihenfolge, in der sie erscheinen, unterschiedliches Gewicht erhalten. Die erste Information hat hierbei stärkeres Gewicht als später folg. Informationen. Dies hat Asch (1946) in seinen klassischen Experimenten zur Eindrucksbildung gezeigt. Neben der Reihenfolge, in der Informationen über eine andere Person erscheinen, spielen auch die Extremität von Informationen (Extremitätseffekt; extremere Informationen erhalten höheres Gewicht als weniger extreme), ihre Valenz (Negativitätseffekt; neg. Informationen erhalten höheres Gewicht als pos.), ihre Zugehörigkeit zu den Basisdimensionen sozialer Urteilsbildung (kommunale Informationen erhalten höheres Gewicht als agentische) sowie der Kontext, in dem die Informationen erscheinen, eine Rolle hinsichtlich des Entstehens eines ersten Eindrucks.

Referenzen und vertiefende Literatur

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