Elaborations-Wahrscheinlichkeit-Modell

 

(= E.) [engl. elaboration likelihood model, ELM; lat. elaborare sorgfältig ausführen], [SOZ], das E., auch als Modell der Elaborationswahrscheinlichkeit bez., wurde von Petty und Cacioppo (1986) in einer eigenen Monografie vorgestellt. Es wird heute den sog. Zwei-Prozess-Modellen (Chaiken & Trope, 1999) zugeordnet und zählt innerhalb der Einstellungsforschung zu den neueren anwendungsorientierten Modellen der Änderung von Einstellungen (Bohner & Wänke, 2002). Das E. ist ein Zweiprozessmodell der Persuasion, weil zwei versch. Routen der Einstellungsänderung unterschieden werden: eine zentrale und eine periphere. Die zentrale Route der Einstellungsänderung und damit eine intensive (elaborierte) Auseinandersetzung mit dem Einstellungsgegenstand wird dann gewählt, wenn die Einstellungsthematik relevant für die Person ist und sie motiviert ist (Motivation), sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, aber auch über die kogn. Fähigkeiten (Kognition) und Voraussetzungen verfügt, sich mit eben dieser Thematik kritisch zu beschäftigen. Die periphere Route, weniger aufwendig und zeitsparend, orientiert sich eher an den peripheren Hinweisreizen einer Botschaft oder Kommunikation (z. B. bei der Darbietung eines TV-Spots wird den Darstellern mehr Aufmerksamkeit geschenkt als den Inhalten der Werbung) und führt i. d. R. zu eher kurzfristigen Einstellungsänderungen im Ggs. zu den pos. oder negativen Einstellungsänderungen, die sich bei der Informationsverarbeitung über die zentrale Route einstellen und die i. d. R. langfristiger sind. Heuristisch-Systematisches Modell (HSM), unimodel of persuasion.

Referenzen und vertiefende Literatur

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