elektrodermale Aktivität, Kennwerte

 

[engl. electrodermal activity (EDA), indicators; lat. derma Haut], [BIO, DIA], es können endosomatische Potenziale (auch: Hautpotenziale), die in der Haut selbst generiert werden, und exosomatische Potenziale, die durch die Anlegung eines schwachen elektrischen Stroms durch die Haut verändert werden, unterschieden werden. Letztere verändern sich durch die Sekretion von Schweiß durch die ekkrine Schweißdrüsen, da die erhöhte Flüssigkeitskonzentration die Leitfähigkeit der Haut erhöht. Exosomatische Potenziale werden bei Anlegung eines Gleichstroms Hautleitfähigkeit [engl. skin conductance] oder Hautwiderstand [engl. resistance] genannt, wobei beide Werte invers zueinander stehen. Hautleitfähigkeit wird meist verwendet, da ein linearer Zusammenhang zw. diesem Wert und der Anzahl der aktivierten ekkrinen Schweißdrüsen vermutet wird. Bei Anlegung eines Wechselstroms spricht man von Hautscheinwiderstand [engl. impedance], bzw. Hautscheinleitwert [engl. admittance] (Boucsein, 1988a). Für alle Parameter können durchschnittliche Absolutwerte über einen längeren Zeitraum (tonisches Niveau, [engl. level]) oder ereigniskorrelierte Werte in Differenz zu einer vorherigen Baseline (phasische Reaktion, [engl. response]) ermittelt werden. Typische Werte für die tonische Leitfähigkeit: 2−20 µS, für phasische Änderungen der Leitfähigkeit: 0,1−1 µS (Dawson et al., 2007). Sympathische Aktivierung, wie sie z. B. bei Stress zu erwarten ist, kann zu einem Anstieg der Hautleitfähigkeit führen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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