Embryonalentwicklung

 

(= E.) [engl. embryonic development; gr. ἔμβρυον (embryon) ungeb. Keim/Sprößling], [EW], syn. Embryogenese, Keimesentwicklung. Die E. (griech. émvrio die ungeb. Leibesfrucht und jénnisi die Geburt, Entstehung) bez. jene Phase der Keimentwicklung, die von der Befruchtung der Eizelle über Furchung, Blastulation und Gastrulation (Einstülpung) zur Bildung der Organanlagen (der Organogenese) führt, und die einen wesentlichen Wandel in der äußeren Gestalt beinhaltet. Dieser Zeitraum wird auch als Embryonalperiode bez. Diese frühe Entwicklung des Embryos verläuft bei Mensch und Säugetieren (Plazentalia) in sehr gleichartiger Weise. Sie beginnt im Keim- oder Germinalstadium mit der befruchteten Eizelle (Zygote) und führt zur Blastozyste (Keimbläschen), die sich am 5. bis 6. Entwicklungstag in die Gebärmutterschleimhaut einnistet (Anidation). Mit der Aufnahme der Verbindung zum mütterlichen Blutkreislauf beginnt das Embryonalstadium. Beim Menschen beträgt die Länge des Embryos in der 3. Woche etwa 3 mm. Erst am Ende der 5. Woche hat er, bei nun einer Länge von 8 mm, das Aussehen eines Säugetierembryos. Anfang des 3. Monats ist er deutlich als werdender Mensch zu erkennen, wobei der Kopfanteil etwa die Hälfte der nun erreichten Scheitel-Steiß-Länge von rund 30 mm einnimmt. Ab dieser Zeit (10. Woche) wird er auch als Fötus oder Fetus bez., und die weitere Entwicklung, die sich v. a. durch schnelles Körperwachstum auszeichnet, als Fetogenese. Die menschliche intrauterine Entwicklung lässt sich so in drei Phasen unterteilen: (1) zelluläre Phase oder Blastogenese, die sich bis zum 16. Gestationstag erstreckt, (2) embryonale Phase, die eigentliche Embryogenese i. e. S., die vom 16. bis einschließlich zum 60. Gestationstag andauert, und schließlich (3) fetale Phase oder Fetogenese vom 61. Gestationstag bis zur Geburt. Entwicklung, pränatale.

Videos:

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Videos_of_embryology?uselang=de

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.