Emotion, lernrelevante

 

(= l.E.) [engl. emotion, learning-related], [EM, KOG, PÄD], jede Emotion, die in Wechselwirkung mit Lernen steht. Gemeinsam mit Lernmotivation (Lernmotivation, aktuelle und habituelle, Lernmotivation, intrinsische und extrinsische) stellt sie eine wichtige Personbedingung von Lernen und Lernleistung dar, die von Kognitionen wie Situationswahrnehmungen und Überzeugungssystemen ausgelöst wird. L.E. beeinflusst die volitionale (Volition) und metakogn. Steuerung (Metakognition) des Lernverhaltens, indem sie motiverzeugend, -modulierend und -reduzierend wirkt. Durch den Einfluss auf die Allokation kogn. Ressourcen, auf Strategien der Informationsverarbeitung, auf Speicherung und Abruf von Informationen sowie auf die intrinsische und extrinsische Aufgabenmotivation (intrinsische Motivation, extrinsische Motivation) wirkt sie sich vermittelnd auf die Lernleistung (Lerndiagnostik) aus. Die separate Erfassung von Emotionseffekten auf Lernprozesse und resultierende Lernleistungen ist empirisch kaum möglich, da Emotion, Motivation und Lernen vielfältige Wechselwirkungen und Rückkopplungen aufweisen (Pekrun & Schiefele, 1996).

Referenzen und vertiefende Literatur

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