Emotionen, kategoriale Modelle

 

(= k. M.) [engl. emotion, categorial models], [EM], dienen wie die dimensionalen M. (Emotionen, dimensionale Modelle) dazu, die Vielfalt der Emotionen (= E.) überschaubar zu machen. E. werden zu Gruppen jew. ähnlicher Exemplare zus.gefasst. Man kann E. theoriegeleitet oder empir. nach ihrer Ähnlichkeit ordnen. Den theoret. Ansätzen liegen best. Annahmen über die Eigenschaften und Funktionen von E. zugrunde, etwa dass sie mit kulturübergreifenden Ausdruckserscheinungen einhergehen und sich evolutionsbiol. als nützlich erwiesen haben. Emotionstheoretiker haben sog. Grunde. (basic emotions) postuliert, sind sich aber nicht einig darin, welche Anforderung eine E. erfüllen muss, um als basal zu gelten. Die Liste der Grunde. variiert daher je nach Autor. Relativ große Übereinstimmung besteht darin Freude/Glück, Überraschung, Angst, Traurigkeit, Ärger und Ekel/Verachtung als Basise. zu betrachten. Den empir. Ansätzen ist gemeinsam, dass zunächst die Ähnlichkeit vieler E. untereinander ermittelt wird. Dabei geht man von Emotionswörtern, vom Emotionsausdruck oder von Gefühlen aus. Bspw. stufen Menschen ein, wie häufig sie in den letzten sieben Tagen best. Gefühle erlebt haben. Man nimmt an, dass sich zwei Gefühle (z. B. Ekel und Verachtung) umso ähnlicher sind, je häufiger sie zus. vorkommen. Mithilfe von Faktorenanalysen und Clusteranalysen werden Gruppen ähnlicher Emotionen identifiziert, für die man dann einen geeigneten Oberbegriff sucht. Die differenziertesten Klassifikationen resultieren aus der Ähnlichkeitsbeurteilung von Emotionsbegriffen. Relativ groß ist die Übereinstimmung bzgl. Freude, Stolz, Zuneigung, sexueller Erregung, Unruhe, Angst, Traurigkeit, Ärger, Abneigung, Scham/Verlegenheit und Überraschung. K. M. sind für die Grundlagenforschung sowie für Emotionstheorien relevant und dienen als Grundlage für die Entwicklung von Messinstrumenten (z. B. Fragebogen).

Referenzen und vertiefende Literatur

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