Emotionsbezogene Psychotherapie

 

syn. Emotionszentrierte Psychoth., [KLI], betont emot. Asp. psych. Störungen (z. B. Interessenverlust und reduzierte pos. Affekte bei Depressionen, verflachte und inadäquate Affekte bei Schizophrenie, intensive Angst bei Panikstörungen). Die Fokussierung der Emotionen stellt die Basis für die Beschäftigung des Pat. mit seinem Selbst dar. Ausgehend hiervon wird die Weiterentwicklung der Kohärenz und Intergriertheit von Fühlen und Denken angestrebt (Prozess der Selbstorganisation). Dieser Prozess wird durch emot. Problembewältigung (Coping) und die Förderung des Verständnisses der Emotionen für das eigene Selbst unterstützt. Durch die Bewusstwerdung/Explikation eigener Emotionen und die reflektierte erfahrungsbasierte Integration der Emotionen (Erkennen und Verstehen) resultiert Sinnerfahrung und Kohärenz des Selbst und der Persönlichkeit. Die Rolle des Therapeuten ist diejenige eines Emotion Coaches ([engl.] Emotionsbetreuer), der emot. Erfahrung und deren Reflexion ermöglicht, anregt und fördert. Wirksamkeitsstudien liegen bisher nicht vor.

Referenzen und vertiefende Literatur

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