empörte Demoralisierung

 

(= e.D.) [engl. resentful demoralization], [FSE], Form der Treatmentverunreinigung bei Evaluationsstudien (interne Validität, Bedrohungen für die; Evaluation). Nehmen Teilnehmer einer Kontrollgruppe wahr, dass ihnen als wirksam vermutete Maßnahmen vorenthalten werden, so liegt e.D. vor, wenn diese frustriert, demoralisiert oder verärgert reagieren. Hierdurch kann der Behandlungseffekt in der Kontrollbedingung ggf. unterschätzt werden und eine Überschätzung der Wirksamkeit der Experimentalbedingung resultieren. E.D. kann ebenfalls zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eines Studienabbruchs führen (attrition bias).

Verwendete Literatur

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