Entwicklung, pränatale

 

(= p.E.) [engl. prenatal development], [BIO, EW], in der p.E. findet die fein gesteuerte Umsetzung eines genetisch codierten, durch Umwelteinflüsse und -stimulationen modulierten E.plans statt. Die p.E. umfasst die Zeitspanne von der Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle zur Zyklusmitte der Frau bis zur Geburt und wird in Germinal-, Embryonal- und Fötalphase eingeteilt. Während der Germinalphase (Schwangerschaftswochen (SSW) 1 und 2) beginnt die Zellteilung und Einnistung der befruchteten Eizelle (Zygote) in die Gebärmutter. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich aus dem ersten Zellhaufen (Morula) der Blastozyst, aus welchem sich eine dreilagige Zellanhäufung bildet. Jede dieser drei Schichten ist wiederum Grundlage für nachfolgende daraus entstehende Differenzierungen: Aus dem Ektoderm bilden sich Haut, Sinnesorgane und ZNS, aus dem Endoderm innere Organe und aus dem Mesoderm Skelett und Muskeln. In der anschließenden Embryonalphase (3. bis 8. SSW) bilden sich schließlich die Knospen und Grundstrukturen aller Organe und Körperteile. Die Fötalphase folgt ab der 8. SSW als Phase von Wachstum und Vollendung vorab angelegter Strukturen bis zur Geburt. Der Fötus ist ab der 22. bis 24. SSW mit einem Höchstmaß intensivmed. Versorgung in der extrauterinen Umwelt überlebensfähig, die zeitgemäße Geburt erfolgt zw. der 38. und 42. SSW. Aufgrund der Plastizität der sich in der Entwicklung befindenden Strukturen und Funktionen besteht eine Beeinflussbarkeit gegenüber schädigenden Einflüssen (Risiken; Vulnerabilität), wobei die Risiken für schwerwiegende Veränderungen einzelner Funktionsbereiche zu unterschiedlichen Zeiten während der p.E. liegen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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