Entwicklungsaufgaben

 

(= E.) [engl. developmental tasks], [EW], das Konzept der E. (Havighurst, 1972) besagt, dass durch die erfolgreiche Auseinandersetzung mit lebensaltertypischen Aufgaben Fertigkeiten und Kompetenzen ausgebildet werden, die für die Persönlichkeitsentwicklung förderlich sind und die Lösung künftiger E. erleichtern. In Abgrenzung zu den kritischen Lebensereignissen (Life-Event, kritisches), handelt es sich bei den E. um ans Lebensalter gebundene Anforderungen, mit denen jedes Individuum im Laufe seines Lebens konfrontiert wird. Diese normativen oder universellen E. erstrecken sich über die gesamte Lebensspanne (Lebensspannenpsychologie, z. B. Vorbereitung auf die berufliche Tätigkeit oder auf die Menopause). Eine optimale Entwicklung ergibt sich aus der Bewältigung einer für das Individuum adäquaten Aufgabe, die weder eine Über- noch eine Unterforderung bedeutet. Die Quellen der Entwicklungsanforderungen liegen nach Havighurst in biol. Veränderungen des Individuums, Erwartungen und Anforderungen der Gesellschaft und in indiv. Erwartungen und Wertvorstellungen (Werte). Persönlichkeitsentwicklung erfolgt aus der integrativen Bewältigung der Anforderungen aus all diesen Bereichen.

Verwendete Literatur

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