Entwicklungsstörungen, tiefgreifende; Psychotherapie

 

[engl. pervasive developmental disorders, psychotherapy], [KLI], für tiefgreifende Entwicklungsstörungen weisen nach Francis (2005) nur zwei psychotherap. Ansätze eine ausreichende Evidenz auf: Das Programm TEACCH und die Angewandte Verhaltensanalyse nach Lovaas. Darüber hinaus existieren Ansätze, die die Kommunikationsfähigkeiten und sozialen Fertigkeiten von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung verbessern wollen; die letztgenannten Ansätze weisen eine begrenzte empirische Evidenz auf (vgl. Sinzig & Schmidt, 2013). Das TEACCH-Programm will die Autonomie autistischer Menschen in allen Lebensbereichen verbessern. Die Verhaltensveränderungen werden in hoch strukturierten Kontexten und unter bes. Berücksichtigung des visuellen Lernens angestrebt. Beim TEACCH-Programm werden unangemessene Verhaltensweisen reduziert sowie soziale Fertigkeiten und die Kommunikation (soziale Kompetenzen) verbessert. Die Angewandte Verhaltensanalyse nach Lovaas fokussiert vor allem auf die Verbesserung des Sprachverständnisses, der gesprochenen Sprache und der Aufmerksamkeit für soziale Reize. Das Programm ist sehr kleinschrittig angelegt, extrem zeitintensiv (bis zu 40 Stunden in der Woche) und über einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren angelegt. Das Vorgehen versteht sich als intensive Frühförderung sehr junger Kinder unter dem umfassenden Einbezug der Eltern als Kotherapeuten. Das Vorgehen basiert auf lern- und verstärkungstheoretischen Konzepten (operante Konditionierungsmethoden). Mit dem Vorgehen lassen sich Stereotypen und aggressives Verhalten erfolgreich reduzieren, die Sprache fördern, kognitive Fertigkeiten, Spielverhalten und Fertigkeiten der sozialen Kommunikation aufbauen. Entwicklungsförderung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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