Erleben

 

(= E.) [engl. experience], [KOG, PHI], s. auch «Psychologie als Wissenschaft des Erlebens und Verhaltens: Inhalte, Struktur, Systematik», jegliches Innewerden von etwas, jedes Haben mehr oder weniger bewusster subj., seelischer Inhalte, jeder Vorgang im Bewusstsein. E. beschreibt die rezeptive Seite des menschlichen Seins sowie der Interaktion des Menschen mit sich selbst und seiner Umwelt. E. ist ein wesentliches Merkmal der menschlichen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung. Über die sensorischen Systeme gelangen Informationen in unser Gehirn. Diese werden schließlich zu sinnhaften Objektrepräsentationen verarbeitet, identifiziert, mit Erfahrungen verglichen und mit Emotionen belegt. Das Ergebnis führt dazu, dass Verhalten ggf. motiviert und vor dem Hintergrund antizipierter oder gelernter Verhaltenskonsequenzen umgesetzt wird. Der Begriff «E.» bezieht sich somit darauf, wie eine Person ganz konkret Ereignisse, Situationen oder andere Personen für sich selbst wahrnimmt und diese intern repräsentiert. Nacherleben., Nutzererleben, Zukunftserleben.