Erwartung-Wert-Prinzip

 

[engl. expectancy-value principle], syn. Erwartung x Wert-Prinzip oder Prinzip der Maximierung des erwarteten Nutzens, [EW]. Das Erwartung-Wert-Prinzip ist das Handlungsprinzip bzw. die Entscheidungsregel, das von Erwartung-Wert-Theorien der Motivation postuliert wird. Inhaltlich besagt das Erwartung-Wert-Prinzip, dass von mehreren in einer Situation möglichen Handlungsalternativen diejenige gewählt wird, die den höchsten Erwartungswert hat. Der Erwartungswert (oder erwartete Wert) einer Handlungsalternative H_%7Bi%7D ist die Summe der Werte der von der Person berücksichtigten Folgen der Handlung F_%7Bj%7D, jeder davon gewichtet (= multipliziert) mit der subj. Wahrscheinlichkeit, dass Hi zu Fj führt. Das Erwartung-Wert-Prinzip entspricht vom Grundgedanken dem Prinzip des subj. erwarteten Nutzens in der Entscheidungstheorie für Entscheidungen unter Risiko (Jeffrey, 1965; Savage, 1954; Entscheiden; Entscheiden unter Unsicherheit). Allerdings wird in der klassischen Entwicklung der Entscheidungstheorie nur eine Art von Handlungskonsequenz (z. B. Geldgewinn oder -verlust) berücksichtigt, während in ps. Entscheidungstheorien (z. B. der Theorie des rationalen Handelns von Fishbein & Ajzen (1975); Theorie des überlegten Handelns) meistens zahlreiche Arten von Handlungskonsequenzen berücksichtigt werden.

Referenzen und vertiefende Literatur

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