excitation transfer

 

(= e.t.) [engl.] Erregungstransfer, [EM, MD], ist ein Konstrukt aus der Mood-Management-Theorie von Zillmann (1988). Ausgangspunkt ist das konzeptuelle Problem der Beliebtheit spannender Filme, obwohl diese unangenehme Stimmungen hervorrufen. Dem e.t. liegt die Grundannahme der Emotionstheorie von Schachter & Singer (1962) zugrunde. Eine emotionsunspezifische Erregung ist die Basis für die anschließende kogn. Interpretation der erregungsauslösenden Situation. Nach Zillmann (1988) führt eine spannende Filmsequenz zu einer physiologischen Erregung, die als unangenehm empfunden wird. Da diese Erregung jedoch nur langsam abgebaut wird, kann das darauffolg. glückliche Ende einer Handlung nun dazu führen, dass die physiol. Erregung uminterpretiert und als angenehm empfunden wird. Dieses glückliche Ende wird aufgrund der erhöhten Erregung als angenehmer empfunden, als es ohne eine vorausgehende spannende Szene der Fall gewesen wäre.

Verwendete Literatur

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