Extremerlebnis

 

(= E.) [engl. extreme experience], [KLI], ein E. kann durch ein Extremereignis (z. B. Unfall) eintreten und zu einer psych. Beeinträchtigung (auch zu einer Störung mit Krankheitswert; Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)) führen. Durch eine solche Beeinträchtigung ist das Verhalten (als Erleben und Handeln) der betroffenen Personen nach einem Extremereignis nicht mehr so frei wie vor dem Extremereignis und kann somit als Psychotrauma krankheitswertig werden. Ein E. kann die Illusion von Kontrolle zerstören, in die psych. Abläufe destruktiv eingreifen und möglicherweise psych. Strukturen auf Dauer neg. verändern. Die Akutphase (in ICD-10 F43.0 und DSM-5 F43.0 näher beschrieben; Klassifikation psychischer Störungen) umfasst psychol. gesehen den Zeitraum vom E. bis zum spontanen Abklingen der psych. Beeinträchtigungen oder bis zum Eintreten einer Verfestigung dieser Beeinträchtigungen (in ICD-10 F43.1 und DSM-5 ebenfalls F43.1). Psychol. Erste Hilfe und psychoth. Behandlung sind Ziel der Unfallnachsorge.

Referenzen und vertiefende Literatur

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