Farbe-Form-Forschung

 

(= F.) [engl. colour-form research], [WA], dieser Forschungszweig der Ps. beschäftigt sich mit Problem und Verteilung von Form- bzw. Farbenreaktionen (Farbenlehre). Eine hierfür entwickelte Versuchsanordnung ist folg.: Aus einer Reihe versch. geformter Figuren in jew. versch. Farbe, die der Vp mittels eines Projektionsapparates 2/10 dargeboten werden, ist eine zuvor 10 gezeigte Figur von best. Farbe und best. Form wiederzuerkennen. Zum Entscheidungsexperiment wird der Versuch dadurch, dass die betreffende Figur jetzt eine andere Farbe hat, während die ihr ursprünglich zugehörige Farbe bei einer anderen Form erscheint. Wird bei Darbietung der Figurengruppe die Form wiedererkannt = Formreaktion – wird nur die Farbe herausgefunden = Farbreaktion. Entsprechend: FormseherFarbseher. Diese Differenzierung wurde vielfältig untersucht. So von der Tierps. (Ergebnisse z. B. bei Hühnervögeln und Bienen überwiegt die Farbbeachtung, bei niederen Affen die Formbeachtung), von der Entwicklungsps. (Ergebnisse z. B. Überwiegen der Farbbeachtung bei Kindern, allmähliche Abnahme mit zunehmendem Alter), von der Typenps. (Ergebnisse z. B. Farbseher sind überwiegend zyklothym und integriert, Formseher schizothym und desintegriert, Typologie). Von Bedeutung waren die Ergebnisse der F. auch für persönlichkeitspsychol. Fragestellungen (Persönlichkeitspsychologie) und Testmethoden wie z. B. Rorschach-Test, Pfister-Farbpyramiden-Test.

Referenzen und vertiefende Literatur

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