Felddiagnostik

 

(= F.) [engl. ambulatory assessment], [DIA, KLI], Assessment, ambulantes bzw. ambulantes Monitoring. F. in Abgrenzung zur traditionellen Diagnostik (meist in Form von psychometrischen Tests) zeichnet sich dadurch aus, dass die interessierenden Variablen im Alltagssetting der Person registriert werden (z. B . am Arbeitsplatz, in der häuslichen Situation). Auch das beobachtete Verhalten und Erleben ist im Ggs. zu einer induzierten Testsituation natürlich, d. h. nicht instruiert und die Aufzeichnung des Erlebens und Verhaltens erfolgt direkt, d. h. ohne zeitliche Distanz zum interessierenden Geschehen. Zw.zeitlich sind eine Reihe von unterschiedlich komplexen Verfahren entwickelt worden zur Erfassung von Erleben und Verhalten unter Alltagsbedingungen (z. B. Paper-Pencil-Tests für Tagebuchaufzeichnungen, computerunterstütze Ansätze, elektronische Geräte). Erfasst werden können z. B. Selbstberichte, offenes Verhalten, psychometrische Daten oder physiol. Daten. Vorteile: u. a. vielfältige Einsatzmöglichkeiten unter naturalistischen Bedingungen, exaktere Daten als unter herkömmlichen Testbedingungen (u. a. keine Erinnerungseffekte); Nachteile: u. a. großer Aufwand bei Realisierung, compliance notwendig.

Verwendete Literatur

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