Flexibilität von Beschäftigungsverhältnissen

 

(= F.) [engl. flexible working], [AO], die F. umfasst Maßnahmen hauptsächlich aus dem Bereich Human Resource Management, bei denen Beschäftigungsverhältnisse von einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung abweichen. F. kann in fünf Dimensionen unterteilt werden: (1) zeitlich (z. B. Teilzeitbeschäftigung, Jahresarbeitszeit, Schichtarbeit, flexible Arbeitszeit), (2) aufgabenbezogen (z. B. Polyvalenz), (3) räumlich (z. B. Telearbeit, mobile Arbeit), (4) lohnrelevant (z. B. Leistungslohn, Benefits), (5) numerisch (z. B. befristete Beschäftigung, Zeitarbeit, Outsourcing, Heimarbeit).

Alternativ wird F. unterschieden, die über den internen oder über den externen Arbeitsmarkt geregelt wird. Bsp. für F. über den internen Arbeitsmarkt sind flexible Arbeitszeit, Leistungslohn oder Polyvalenz. Externe F. betrifft immer die Anstellungsverhältnisse z. B. in Form befristeter Beschäftigung oder Zeitarbeit. F. wird von Unternehmen eingesetzt, um auf Anforderungen schneller reagieren zu können und Kosten zu verringern, z. B. durch den Einsatz von Zeitarbeit bei Auftragsspitzen oder um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. F. wird von Mitarbeitenden genutzt (z. B. zeitliche und räumliche), um Privat- und Berufsleben besser vereinbaren zu können (Work-Life-Balance). Kritisch gesehen werden bes. solche Formen der F., die die Sicherheit des Arbeitsplatzes betreffen (z. B. befristete Beschäftigung, Outsourcing). Die arbeits- und organisationspsychol. Forschung vergleicht v. a. Formen der F. hinsichtlich Verhalten, Einstellungen, Emotionen oder Gesundheit der Beschäftigten.

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.