Freizeit

 

(= F.) [engl. leisure (time)], [AO, GES], wird oft als die Restzeit angesehen, die übrig bleibt, wenn von der Lebenszeit die Erwerbsarbeit abgezogen wird (Kasper & Heinrich, 2006). Nach (Stengel, 1996) liegt sie dann vor, wenn eine Aktivität frei gewählt und um ihrer selbst Willen ausgeführt werden kann. Da es auch außerhalb der Erwerbsarbeit Arbeitstätigkeiten gibt, die nicht freiwillig ausgeführt werden müssen (z. B. Haus- und Pflegearbeiten für die Familie, vgl. den erweiterten Begriff der Arbeit sowie notwendige Erholungs- und Schlafzeiten), wären diese jedoch zusätzlich von der Lebenszeit abzuziehen. Nach Konzepten zur Work-Life-Balance gilt eine gute Abgrenzung zw. Arbeit und F. und ein ausgewogenes Verhältnis zw. beiden Bereichen gemeinhin als förderlich für die psychische Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Es kommt dabei nicht nur darauf an, dass die Person regelmäßig genügend F. hat, sondern auch darauf, dass sie mit persönlich befriedigenden und körperlich gesunden Freizeitaktivitäten ausgefüllt wird. Computergestützte Kommunikationstechnologien verbunden mit Telearbeit können zur problematischen Auflösung der Grenzen zw. Arbeit und Freizeit führen.

Verwendete Literatur

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