Frühgeburt

 

(= F.) [engl. prematurity], [EW], die F. wird definiert als eine Geburt vor der 37. Gestationswoche und ist weltweit die primäre Ursache für Neugeborenensterblichkeit und -morbidität. Die Prävalenzrate der F. bewegt sich in Europa aktuell bei ungefähr 10%, ein Anstieg ist zu erwarten. Neuere Studien zeigen ein graduell steigendes kindliches Entwicklungsrisiko bei zunehmender Schwere der F. (Boyle et al., 2012), daher wird eine Einteilung in folg. Gestationsgruppen vorgeschlagen: (1) Extrem frühe Geburt [engl. extremely preterm birth]: Gestationsalter (= G.) weniger als 28 Wochen; (2) Sehr frühe Geburt [engl. very preterm birth]: G. 28–31 Wochen; (3) Moderat frühe Geburt [engl. moderately preterm birth]: G. 32–33 Wochen; (4) Späte frühe Geburt [engl. late preterm birth]: G. 34–36 Wochen; (5) Frühe reife Geburt [engl. early term birth]: 37–38 Wochen; (6) Reife Geburt [engl. full term birth]: G. mehr als 38 Wochen. Zusätzlich zum G. stellen ein niedriges Geburtsgewicht (< 2500 g: untergewichtig, < 1500 g: sehr untergewichtig, < 1000 g: extrem untergewichtig) sowie eine SGA-Geburt [engl. small for gestational age] Risikofaktoren dar. Trotz gravierender Verbesserungen in der med. Versorgung Frühgeborener in den letzten zwei Dekaden wachsen Frühgeborene weiterhin mit einem erhöhten Risiko für langfristige Probleme auf. Regelmäßige multidisziplinäre Nachuntersuchungen bis zum Schuleintritt sind empfehlenswert, um Entwicklungsprobleme frühzeitig zu identifizieren und notwendige Unterstützung anzubieten. Entwicklung, pränatale, Neugeborenen-Diagnostik.

Referenzen und vertiefende Literatur

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