GABA-A-Rezeptor

 

(= G.) [engl. gaba a receptor], [BIO, PHA], ionotrope Rezeptoren, aufgebaut als Transmembranproteine, die sich aus 5 Untereinheiten zus.setzen (bis jetzt bekannt: α1-6, β1-3, γ1-3, δ, ε, π, θ, ρ1-3–ρ3), meistens nach dem Schema 2αi, 2βj, 1γk. Die Untereinheiten bilden einen Kanal, der Cl-Ionen gemäß ihrem Konzentrationsgradienten in die Zelle einströmen lässt, wodurch es zu einer Hyperpolarisierung kommt. Dabei ist die Präsenz best. Untereinheiten für die Vermittlung unterschiedlicher Wirkungen erforderlich (z. B. α2- und oder α3 – Sedierung; α1-, α2- und α3 – Muskelrelaxation). Eine Reihe klin. wichtiger Pharmaka wirken auf die G. Benzodiazepine wirken als «pos. Modulatoren» über eine spezif. BZD-Bindungsstelle, von der sie kompetitiv durch Flumazenil (wird daher als Antidot genutzt) verdrängt werden können. Barbiturate und andere Anästhetika können in höheren Dosen direkt die G. aktivieren (agonistische Wirkung, unabhängig von GABA) und dadurch eine Narkose, aber auch lebensbedrohliche Intoxikationen auslösen. Ferner wird angenommen, dass einige Phytopharmaka (z. B. Lavendelöl) ihre Wirkung (teilweise) über die G. entfalten. Außerdem wirkt 4-Hydroxybutansäure (GHB) als Partialagonist an G. des Typs α4β1δ.