Gebärdensprache

 

(= G.) [engl. sign language], [KOG, SOZ], Verständigungssysteme, bei denen statt lautlicher oder grafischer Symbole Haltungen und Bewegungen des Körpers bzw. von Körperteilen (Motorik, Mimik), speziell der Hände und des Mundes, zur Kommunikation verwendet werden. Gehörlose (Gehörlosigkeit) bedienen sich best. G. (1770 eingeführt von Charles Michel Abbé de L’Epee), wobei teils einzelne Buchstaben nachgebildet werden (Finger-Alphabet), teils mit einzelnen Gebärden komplexere Bedeutungseinheiten bez. werden. G. wurde (z. B. von Wundt) als eine phylogenetische Vorstufe lautsprachlicher Kommunikationssysteme des Menschen angesehen. Sprache, nicht verbale Kommunikation.