Gedächtnistests

 

(= G.) [engl. memory tests], [DIA, KOG], Testverfahren zur Messung der Gedächtnisleistung von Pbn. Die Testdesigns entsprechen denjenigen der Gedächtnisforschung: der Pb muss Lernaufgaben bewältigen. Die Qualität und die Quantität der Reproduktionsleistung wird nach längerer oder kürzerer Zeit geprüft. Entsprechend den mehr oder weniger unabhängigen Dimensionen des Gedächtnisses (assoziatives Gedächtnis, Gedächtnis für räumliche und zeitliche Anordnungen, kurzfristiges – mittelfristiges – langfristiges Gedächtnis, visuelles Gedächtnis, akustisch-motorisches Gedächtnis) werden unterschiedliche Aufgaben in den Test einbezogen. Obwohl parallel zur Gedächtnisforschung der Allg. Ps. schon sehr lange Gedächtnistests konstruiert werden, weisen diese keine bes. befriedigenden Testgütekriterien (Gütekriterien) auf. Die Reliabilität der G. hat sich als relativ niedrig erwiesen. Die Korrelationen zw. versch. G. ist außerdem sehr niedrig. Da die intellektuelle Leistungsfähigkeit (Intelligenz) durch das Gedächtnis mitbestimmt wird, enthalten diejenigen Intelligenzsysteme, welche die Intelligenzleistung aufgrund versch. Untertests messen (z. B. IST, HAWIE), Untertests zur Gedächtnisprüfung. Zum Zwecke der Diagnose psychopathologischer Symptome werden ebenfalls G. eingesetzt. Das Reproduzieren kurzzeitig dargebotener geometrischer Figuren (Benton) soll sich zur Ermittlung zerebraler Schäden eignen, da bei gewissen Ausfällen die visuelle Merkfähigkeit herabgesetzt ist. Gedächtnisprüfung.