Geistige Behinderung

 

(= G. B.) [engl. intellectual/mental disability], [KLI], bez. v. a. eine deutliche Beeinträchtigung der intellektuellen Leistungsfähigkeit (Intelligenz, Intelligenzquotient). Früher häufig verwendete Begriffe für G. B.: Debilität, Idiotie, Oligophrenie, Schwachsinn. Heute spricht man von Intelligenzminderung (ICD-10; International Classification of Diseases (ICD)). Nur bei ca. 25 % der Betroffenen kann eine eindeutige Ursache der G. B. festgestellt werden, z. B. in der Schwangerschaft aufgetretene Chromosomenanomalie (z. B. Trisomie 21 oder Down-Syndrom, Fragile-X-Syndrom; Genetische Syndrome), Substanzkonsum während der Schwangerschaft (z. B. Drogen oder Alkohol), Infektionen während der Schwangerschaft (z. B. Toxoplasmose, Röteln), eine rezessiv erbliche Stoffwechselstörung des Kindes (z. B. Phenylketonurie), Unfälle oder Vergiftungen in der Kindheit (z. B. Quecksilber, Blei). Diagn. Instrumente, die zur Erfassung von Aspekten der G. B. eingesetzt werden, sind im Verzeichnis diagn. Verfahren in Anhang II aufgeführt. Geistige Behinderung, Mythen.