geistige Behinderung, Mythen

 

(= M.) [engl. myths of intellectual disability], [SOZ, RF], falsche Annahmen über Menschen mit geistiger Behinderung (Intelligenzminderung) werden mangels Realitätsbezugs als M. bez. (Senn, 1988). Hierzu werden bspw. die Fehlannahmen (Stereotyp) gezählt, Menschen mit geistiger Behinderung würden keinen Anteil an dem nehmen, was um sie herum geschehe, oder sie seien geschlechtslose, asexuelle Wesen. Den meisten M. liegt eine Infantilisierung, d. h. die Vorstellung zugrunde, geistige Behinderung schließe Erwachsensein aus. In Verknüpfung mit M. sexueller Gewalt, welche sexuelle Gewalt weniger als Machtmissbrauch denn als Ausleben einer durch die Attraktivität des Opfers ausgelösten aggressiven Form normaler Sexualität sehen, für die Menschen mit geistiger Behinderung die vermeintlich notwendige Attraktivität abgesprochen wird, können unterschiedliche M. eine Vorstellungswelt erzeugen, in der die Wahrscheinlichkeit sexueller Gewalt gegen Menschen mit geistiger Behinderung unterschätzt wird. Opferzeugen mit Intelligenzminderung, Intelligenz.

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.