Geldwahrnehmung

 

 (= G.) [engl. perception of money], [KOG, WIR], beschreibt die Wahrnehmung und Beurteilung der Bedeutung und des Wertes von Geld. Geld erfüllt dabei zum einen ökonomische Funktionen, zum anderen hat es versch. symbolische Bedeutungen. Ökonomisch betrachtet fungiert Geld als Wertmaßstab, Werterhaltungsmittel sowie Tausch- und Zahlungsmittel. Als symbolische Bedeutungen (Symbol) können sozial-kommunikative Aspekte (soziale Differenzierung, Erfolg, Macht, Status) sowie weitere psychol. Aspekte (Sicherheit, Wohlbefinden) genannt werden. Geld hat somit die Funktion eines sekundären Verstärkers (sekundärer Verstärker), mit dem Bedürfnisse befriedigt werden können. Mit Geld ist ein u. a. sozial geteiltes Wertversprechen verbunden, dass der Wert des Geldes konstant bleibt (Einnahmewert = Ausgabewert). In der psychol. Forschung steht die Diskrepanz des realen Geldwertes (Kaufkraft) und der G., die durch persönliche geldwerte Bedürfnisse moderiert und mit determiniert wird (z. B. temporäre und soziale Vergleiche), im Mittelpunkt. Geldillusion, Preiswahrnehmung.

Verwendete Literatur

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