Geltungsstreben, Geltungstrieb

 

(= G.) [engl. need/craving for recognition/prestige], [EM, PER], im Bereich der nach Richtung und Stärke sehr vielgestaltigen, charakterlichen Strebungen mit dem Ziel, das Ich gegenüber der Umwelt abzugrenzen, zu sichern und auszubreiten (Formen des Egoismus, des Selbstwertstrebens (Selbstwertregulation) und des Machtstrebens), hat der Geltungstrieb – vorwiegend durch die Psychoanalyse und die Individualpsychologie Adlers – bes. Beachtung gefunden. Sein gesunder und normaler Gehalt ist darauf gerichtet, dem Ich Beachtung, Anerkennung, Lob oder auch (gesteigert) Ruhm, Ehre, Beifall zu verschaffen. G. findet sich auch als Eigenschaft in faktoranalytischen Persönlichkeitsfragebogen als Dominanzstreben oder Bedürfnis nach Beachtung.