generative Semantik

 

[engl. generative semantics; lat. generare erzeugen, σημαίνειν (semainein) bezeichnen], [KOG], die generative Semantik hat sich aus der generativen Transformationsgrammatik entwickelt. Nach dieser wird (bis etwa 1970) die Bedeutung eines Satzes durch die Anwendung semantischer Regeln (Semantik) auf die syntaktische Basis, die syntaktische Tiefenstruktur gewonnen (Syntax). Die generative Semantik plädiert dagegen für eine semantische Tiefenstruktur. Nach der generativen Semantik wird zunächst eine Bedeutungsstruktur (semantische Tiefenstruktur) erzeugt und diese dann direkt in die Oberflächenstruktur transformiert. Die generativen Semantiker machen die Tiefenstruktur damit noch «tiefer», noch abstrakter und versuchen, sie möglichst dicht an eine Repräsentation der Satzbedeutung heranzubringen. Entsprechend wird der Transformationsprozess in der generativen Semantik, d. h. die Ableitung der Oberflächen- aus der Tiefenstruktur, länger und komplizierter.

Referenzen und vertiefende Literatur

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