genetic studies of genius (GSG)

 

[engl.] «genetische Studie des Genius», syn. Terman-Studie, [EW, KOG, PÄD, PER], eine von Lewis M. Terman (1877–1956) im Jahr 1921 initiierte Längsschnittuntersuchung zur Charakterisierung Hochbegabter (Hochbegabung, intellektuelle) und deren Entwicklung über die Lebensspanne (Hochbegabung, frühe Indikatoren, Hochbegabung, Entwicklungskonstanz). Die Ausgangsstichprobe bildeten von ihren Lehrkräften als bes. intelligent (Intelligenz) bzw. leistungsfähig eingeschätzte Schüler, die – ergänzt um u. a. die jew. jüngsten Schüler der Klasse – einen Intelligenztest (Gruppen- und/oder Einzeltest) bearbeiteten und ab IQ > 135 in GSG aufgenommen wurden (Intelligenzquotient). Im Jahr 1928 umfasste die (unsystematisch erweiterte) Stichprobe N = 1528 Schüler (davon 672 weiblich), die längsschnittlich begleitet wurden (anvisiertes Studienende: Ausstieg aus der Studie bzw. Tod des letzten Pb). Erstmalig konnte damit an einer großen Hochbegabten-Stichprobe für eine breite Palette versch. Variablen u. a. zur intellektuellen, körperlichen und sozio-emot. Situation (Testungen (Test) bzw. Befragungen u. a. der Kinder, Eltern und Lehrer) eine – im Vergleich zu nicht vorselegierten Schülern – pos. Ausprägung bei Hochbegabten gezeigt werden, was dem (damaligen) Stereotyp «problembehafteter Hochbegabter» widersprach. In mehreren Follow-up-Erhebungen (Follow-up-Studie) erwiesen sich Hochbegabte u. a. als gesünder sowie schulisch-akademisch und beruflich erfolgreicher als Durchschnittsamerikaner der Zeit, zeigten also einen ausgesprochen pos. Entwicklungsverlauf (insbes. in «intelligenznäheren» Variablen). GSG ist u. a. aufgrund der breiten Anlage und langen Laufzeit in der psychol. Forschung einmalig. Dem damaligen Kenntnisstand geschuldet, ergeben sich aus heutiger Sicht einige meth. Schwächen (u. a. Stichprobenselektionseffekte, Fehlen einer Vergleichsgruppe im Längsschnitt, teilweise einzelfallbasierte Unterstützung und Förderung der Studienteilnehmer, Validität, Validität, interne, interne Validität, Bedrohungen für die). Die GSG-Hauptergebnisse ließen sich nichtsdestotrotz in späteren Studien replizieren. Marburger Hochbegabtenprojekt, Study of Mathematically Precocious Youth (SMPY).

Verwendete Literatur

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